Neues Geschäftsfeld – Waschmaschine für REHA-Hilfsmittel
Autowaschen kennt jeder – aber haben Sie schon mal an eine Waschmaschine für Rollstühle gedacht? In Kempten sorgt ein neues Projekt der Allgäuer Werkstätten dafür, dass REHA-Hilfsmittel wie Rollatoren und Rollstühle wieder blitzblank werden.
Haben Sie mal daran gedacht, dass auch Rollatoren oder Rollstühle hin und wieder eine Wäsche benötigen? Und wer macht das dann – denn die Benutzerinnen und Benutzer dieser Fortbewegungsmittel sind dazu oft nicht mehr in der Lage. Die Antwort: In den Allgäuer Werkstätten hat jetzt ein Mitarbeiter diese Aufgabe für die Firma Dambeck (Durach) übernommen.
Nach einer gründlichen Machbarkeitsprüfung hinsichtlich der räumlichen und technischen Möglichkeiten stimmten die Allgäuer Werkstätten der Kooperation zu. Dazu wurde eigens eine besondere Rollstuhl-Waschmaschine angeschafft und ein 5-Jahres-Vertrag abgeschlossen. Täglich werden inzwischen ca. 15 - 20 Hilfsmittel wie Rollstühle, Toilettenstühle oder Gehwägen abgeholt, gereinigt und mit einem Hygienezertifikat wieder zurückgeliefert.
Gehändelt wird diese „Spezialwäsche“ von Michael Schmölz über seinen Außenarbeitsplatz. Thomas Hopp, Betriebsleiter der Einrichtung in der Zeppelinstraße, ist mit dessen Arbeit als „Rollstuhl-Wäscher“ sehr zufrieden: „Herr Schmölz arbeitet sehr genau.“
Der Waschvorgang im Detail Zunächst wird beispielweise ein Rolli vorbereitet. Die Fußstützen werden abgenommen und grober Schmutz mittels Hochdruck entfernt. Fällt dabei ein Defekt an den Bremsen auf, wird dies der Firma Dambeck bei der Rückgabe gemeldet.
Die vollautomatische Maschine arbeitet mit einer Reinigungstemperatur von 50 Grad Celsius. Je nach Verschmutzung stehen drei Programme zur Auswahl. In der Regel passen zwei Rollstühle gleichzeitig in die Maschine, wobei ein Waschgang etwa eine halbe Stunde dauert.
Nach der Maschinenwäsche bearbeitet Michael Schmölz die Geräte von Hand weiter. Er montiert Räder ab, entfernt Haare aus den Radnaben und trocknet das Chromgestell gründlich ab, um Flugrost zu vermeiden. Über Nacht lagern die Hilfsmittel in einer speziellen Holzständerkonstruktion der AW-Schreinerei, damit auch die letzte Feuchtigkeit aus jeder Ritze weicht.
Ihm macht die vielseitige Arbeit großen Spaß: „Da wird einem nicht langweilig.“ Und ihn freut es immer ganz arg, wenn die Rehamittel nach der Wäsche wieder blitzblank dastehen!
Mit der hygienischen Reinigung in der Spezialwasch-Maschine allein ist es nicht getan. Hinzu kommen noch etliche Handgriffe, bis die Gerätschaften blitzblank dastehen. Unser Foto zeigt Michael Schmölz an der REHA-Hilfsmittel-Waschmaschine.
Foto: moriprint